Aktuelles


Die Redaktion beobachtet für Sie unterschiedliche Medien und stellt Meinungen, Ansichten und Ein-schätzungen vor, die für Sie vielleicht interessant und informativ sind und die Sie bestenfalls noch nicht gelesen haben. Das hoffen wir jedenfalls.

Unser Ziel ist es, Sie auf diesem Wege direkter zu informieren, was für unseren Industriestandort politisch und wirtschaftlich wichtig ist oder wird.


Klimaschutz: „Green Deal“ der EU
gefährdet Europas Speditionen

„Die ersten Opfer von Ursula von der Leyens Klima-Plan“ von Hanne Cokelaere, vom 22.10.2019, Welt Online. Zu lesen hier ›››


Frank-Martin Heise musste gehen

In der Oktober-Ausgabe letzten Jahres sagte Frank-Martin Heise, Leiter des Landeskriminalamts (LKA), unserer Zeitung „der billbrooker“ zum Thema Tatort Internet: „Das Netz ist ein Hochrisikoraum.“ Das ist es offensichtlich innerhalb des LKA nun für ihn selbst geworden. Denn Polizeipräsident Ralf Martin Meyer hat Frank-Martin Heise seines Amtes enthoben – wegen fehlenden Vertrauens.
Hintergrund: Frank-Martin Heise wurde abgesetzt, nachdem die Arbeitsweise seiner Sondereinheit mit dem Namen „Cold Cases“ von einer externen Arbeitsgruppe untersucht worden war. In dem Zusammenhang wurden Vorwürfe zum Thema Führung und Zusammenarbeit im LKA erhoben. „Das Führungsverhalten von Heise habe zu so erheblicher Kritik geführt, dass er eine weitere Verwendung von Herrn Heise in dieser besonders herausragenden Funktion nicht länger verantworten könne“, schrieb Polizeichef Meyer in einem internen Brief. „Die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe zeigten nun, dass das Führungsverhalten des LKA-Chefs insgesamt zu erheblicher Kritik geführt habe“, so einem weiteren Schreiben des Polizeipräsidenten. Konkret ging es um die Aufarbeitung von Ermittlungsfehlern zu einem Mordversuch im Jahr 1980, die das Landgericht Hamburg im vergangenen Jahr bei den Ermittlungen zu einem versuchten Mord von vor knapp 39 Jahren festgestellt – und den Angeklagten freigesprochen – hatte.

Der Billbrookkreis nimmt die Situation um Herrn Heise mit großem Bedauern zur Kenntnis. War der ehemalige LKA-Chef als Gastredner des Billbrookkreises ausgesprochen sympathisch und eloquent in Erscheinung getreten.

Quelle: Spiegel Online, NDR 90,3


Die aktuelle umweltpolitische Diskussion kritisch hinterfragt

Ist Umweltschutz schon heute ein absolutes Muss, wie uns die Medien täglich berichten oder können wir uns noch 10 bis 15 Jahre Zeit lassen? Der kontroverse Beitrag „Streit um CO2: Der neue Klimaabsolutismus“ von Natalie Mekelburger (welt.de) regt zum Nachdenken und Diskutieren an.

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Ein Shuttle für Billbrook

Die vor einem Jahr im Hamburger Westen in Osdorf und Lurup gestarteten Sammeltaxen von ioki haben gut 215.000 Fahrgäste genutzt. Das ist die Jahresbilanz des Einsatzes dieser Elektrotaxen als Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Bahn und des VHH.

Im August startet der Betrieb in einem dritten Stadtteil: ioki rollt ab dann auch durch unseren Wirtschaftsstandort Billbrook und soll die rund 20.000 dort arbeitenden Menschen zu ihren Arbeitsplätzen befördern – vielleicht sogar vom eigenen Auto weglocken. Besonders Berufspendler können deshalb mit dem Angebot des ioki Shuttle-Service die erste und letzte Meile zum bestehenden ÖPNV überbrücken, die vorhandenen Buslinien werden ergänzt. Zunächst startet dort der Testbetrieb mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausgewählter, in Billbrook ansässiger Unternehmen.

Ob Billwerder-Moorfleet oder Blaue Brücke – 37 Haltestellen in Billbrook werden von ioki Hamburg für Billbrook miteinander verbunden. Der Service ist täglich rund um die Uhr verfügbar und kann per App gebucht werden. Buchbar ist der Service in Billbrook zunächst nur für einen geschlossenen Nutzerkreis aus Mitarbeitern ausgewählter Unternehmen. In Zusammenarbeit bieten die ioki GmbH, die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) und der Hamburger Verkehrsverbund GmbH (HVV) das neue Angebot integriert in das HVV-Tarifsystem an. 
Zwischen 5:00 und 20:00 Uhr fahren die Shuttles im blau eingezeichneten Korridor, die anderen Haltestellen sind durch Buslinien angebunden. Von 20:00 Uhr bis 05:00 Uhr morgens bedienen die Shuttles alle Haltestellen im hervorgehobenen Gebiet (siehe Karte). Ausführliche Informationen gibt es unter hvv.de/ioki und hier (PDF).
Umsteigepunkte zum Schnellbahnnetz sind U Horner Rennbahn und S Billwerder-Moorfleet, zum Nachtbusnetz ebenfalls U Horner Rennbahn.

Hamburgs Verkehrssenator Michael Westhagemann: „Wir wollen die Straßen entlasten und die Luft reinhalten. Das geht nur, wenn wir den Hamburgerinnen und Hamburgern Angebote machen, die es ihnen erleichtern, das eigene Auto stehen zu lassen. Deshalb erweitern wir mit aller Kraft den Bus- und Bahnverkehr und setzen zusätzlich auf neue Mobilitätsformen. Hier kommt ioki ins Spiel: Geteilte und vernetzte Mobilität ist ein wichtiger Baustein für die Mobilität des 21. Jahrhunderts.
In den kommenden Monaten soll zudem die Integration in den Hamburger Verkehrsverbund (HVV) ausgebaut werden. So ist im nächsten Schritt geplant, den Kunden beim Aussteigen die nächsten ÖPNV-Verbindungen in der App anzuzeigen.
Der Vorstand hat in der Vergangenheit in diversen Gesprächen mit der Stadt Hamburg Shuttlemodelle für Billbrook vorgeschlagen und ist sehr zufrieden, dass Billbrook in dieses Projekt jetzt mit einbezogen wurde.
Erste Erfahrungen des Testbetriebs erfahren Sie in der Oktober-Ausgabe Ihrer Zeitung „der billbrooker“.


Christi Degen auf neuen Wegen

Kurze Verweildauer: Nach nur eineinhalb Jahren hat Hauptgeschäftsführerin der Handelskammer ihre verantwortliche Tätigkeit für diese Institution niedergelegt.

Beim 95. Treffen des Billbrookkreises hat Christi Degen zukunftsweisende Themen für den weiteren wirtschaftlichen Erfolg und den Wohlstand der Hansestadt skizziert. Solche Themen wird sie federführend nicht weiter vorantreiben. Denn: Die Chefin der Handelskammer beendet Ende Juli ihre Tätigkeit für die Kammer und steigt somit vorzeitig aus dem noch bis 2020 laufenden Vertrag aus – worauf sich beide Parteien geeinigt haben.

Christi Degen zu ihrer Entscheidung: „Ich bin mit der Absicht zur Modernisierung der Kammer und Reform der Organisationsstrukturen angetreten. Mit der derzeitigen Konstellation in der Handelskammer ist dies nicht umsetzbar.“ Ein durchaus ernüchterndes Fazit. Der Billbrookkreis wird sowohl Christi Degen als auch die Handelskammer weiterhin aktiv begleiten. Auch im Bereich der neuen personellen Ausrichtung der Kammer.

An dieser Stelle eine Mahnung an die sogenannten Reformer: Ein Haus ist schneller eingerissen, als ein neues erbaut. Neues braucht Zeit, um sich zu entwickeln. Hier ist Geduld gefragt. Durch überdrehte Entscheidungen dürfen die eigenen Fehler nicht kaschiert werden.
Bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass sich in der Handelskammer die Wogen glätten und sie in ruhigeres Fahrwasser zurückkehrt – vor allem in der personell verantwortlichen Neujustierung.
Denn der Leitsatz der Kammer ist Verpflichtung: „Wir handeln für Hamburg!“ Und das geht nur, wenn personell stabile Verhältnisse gegeben sind.


Druck machen in Sachen Grundsteuerreform

Nach widersprüchlichen Meldungen aus der Berliner Koalition in Sachen Grundsteuerreform erklärt Finanzsenator Dr. Andreas Dressel nach der kürzlich erfolgten Finanzministerkonferenz: „Es ist fünf vor zwölf für die Grundsteuer in Deutschland. Sollte eine Einigung im Bund nur über eine Verfassungsänderung plus Länderöffnungsklausel möglich sein, dann muss dieser Weg jetzt unverzüglich gegangen werden. Ich erwarte, dass die Koalition im Bund nach all dem Hickhack der letzten Wochen und Monate einen Kabinettsbeschluss über ein Bundesgesetz bis Ende des Monats hinbekommt. Nur so ist es möglich, die Fristen des Bundesverfassungsgerichts bis Jahresende noch knapp einzuhalten. Sollte das nicht gelingen, droht ein Grundsteuer-Chaos und ein grundsteuerloser Übergangszeitraum mit dramatischen Einnahmeverlusten für die Kommunen.
Dazu Billbrookkreis-Vorstandsmitglied Dr. Dietmar Buchholz: „Die Politik überschlägt sich mit kostenträchtigen Vorschlägen für Bürger und Betriebe. Vorstellungen wie CO2-Steuer und Grundsteuerreform sind nur zwei Beispiele, bei dem die Unternehmen und die privaten Eigentümer nicht wissen, was an finanziellen Belastungen künftig auf sie zukommt. Zu Recht werden massive Mehrbelastungen, die im Einzelfall die wirtschaftliche Existenz der Betroffenen gefährden können, befürchtet. Die Politik denkt offenkundig nicht an die finanziellen Mehrbelastungen, die auf die Unternehmen und Eigentümer zukommen. Auch darf die Grundsteuerreform nicht isoliert betrachtet werden. Es ist ein ganzes Bündel an kostenträchtigen Vorschlägen, die die Unternehmen und Bürger bezahlen sollen. So fordern die Grünen ein 100-Milliarden-Klimaprogramm, eine Kindergrundsicherung, andere eine Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung, der sofortige Kohleausstieg wird gefordert, der Flugtourismus soll eingeschränkt werden. Die wirtschaftlichen Folgen, die Folgen für Beschäftigung, werden offenkundig ausgeblendet.  Die Politik, die sich von einem Klimahype treiben lässt,  sägt an dem Baum, der für den Wohlstand des Landes ursächlich ist.
Der Senat sollte Unternehmen und Eigentümer darüber aufklären, was die Grundsteuerreform für Unternehmen und Eigentümer im konkreten Fall bedeutet, mit welchen Mehrkosten die Betroffenen künftig rechnen müssen.


Glasfaserkabel im Industriegebiet Billbrook

Leistungsfähige Breitbandverbindung ist eine Grundvoraussetzung für das Industrial Internet of Things und alle damit zusammenhängenden Themen zum Stichwort Indurstie 4.0. Hier finden Sie alles zum Ausbau des Glasfasernetzes in Billbrook und die passenden Ansprechpartner.

Mehr zum Glasfaser Netz in Billbrook auf https://www.industriestandort-billbrook.de.


Die Wahlen und die Zahlen

Analog zur Europawahl am 26. Mai gingen die Grünen auch als der große Gewinner bei der Hamburger Bezirkswahl hervor. Die SPD erhielt eine erneute Niederlage. Die Bezirke Eimsbüttel, Nord und Altona sind politisch grün geprägt. Ebenfalls im Bezirk Mitte standen die Grünen in der Wählergunst vorn. In den Bezirken Bergedorf, Wandsbek und Harburg dominiert weiterhin die SPD.

Der für uns relevante Bezirk Hamburg-Mitte: Nach Auszählung der insgesamt 239 Wahllokale überholen die Grünen mit 29,2 Prozent die SPD, die auf  27,1 Prozent kommt. Die Linke (15,6 %) profitiert von den Verlusten der CDU (12,1 %). Die AfD bekommt mit 7,7 Prozent deutlich mehr Stimmen als die FDP (4,8 %).

Die Parteienlandschaft des mit Einwohnern dünn besiedelten Stadtteils Billbrook stellt sich so dar:
1. AfD, 25 Stimmen, 27,2 %; 2. SPD, 21 Stimmen, 22,8 %; 3. CDU/CSU, 11 Stimmen, 12,0 %;
4. FDP, 10 Stimmen, 10,9 %; 5. Grüne, 9 Stimmen, 9,8 %; 6. Linke    , 4 Stimmen, 4,3 %. Die Wahlbeteiligung lag bei 26% (Quelle: mopo.de).
Unter https://interaktiv.abendblatt.de/europawahl-hamburg/ gibt es eine interaktive Karte, in der jeder Bezirk separat angeklickt werden kann und die jeweiligen Wahlergebnisse einzusehen sind.

Das Gesamtergebnis für Hamburg stellt sich so dar: Grüne 32%, SPD 19%, CDU 16%, Linke 8%,
AfD 7%, FDP 5%, Sonst. 13%.

Hamburgs Wahlbeteiligung zur Europawahl 2019 sieht in den einzelnen Bezirken so aus:
Altona 67,3%, Eimsbüttel 68,2%, Hamburg-Nord 65,9%, Wandsbek 60,2%, Harburg 54,8%, Hamburg-Mitte 52,6%, Bergedorf 56,0%.

Quelle: https://interaktiv.abendblatt.de/europawahl-hamburg/


Zwischen Licht und Schatten

In der Mai-Ausgabe 2018 Ihrer Zeitung „der billbrooker“ fasste Vorstandskollege Dr. Dietmar Buchholz die wichtigsten Fakten zur DSGVO zusammen. Jetzt ist ein Jahr vergangen. Eine Zwischenbilanz des Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit.

Einerseits hat das Bewusstsein für Datenschutz in der Gesellschaft deutlich zugenommen.  Andererseits haben sich nicht alle Erwartungen und Hoffnungen an das neue Datenschutzrecht erfüllt. Insbesondere drei Aspekte sind hierfür verantwortlich: die Überlastung der Aufsichtsbehörden, die Gefahr einer Überbürokratisierung und der schwierige Vollzug des Rechts bei grenzüberschreitender Datenverarbeitung in der EU. Um die DSGVO zu einem durchgreifenden Erfolg werden zu lassen, sind daher weitere Anstrengungen vonnöten.
Da die DSGVO eine Regelung mit unmittelbarer europaweiter Geltungskraft ist, spielen – vor allem mit Blick auf global agierende Internetkonzerne – grenzüberschreitende Aspekte der Datenverarbeitung eine zentrale Rolle. Hier zeigt sich, dass gerade gegenüber den vielen Datenschutzvorkommnissen der letzten zwölf Monate mit zum Teil Millionen von Betroffenen eine schnelle und klare Aufarbeitung der Vorfälle durch die Aufsichtsbehörden noch auf sich warten lässt.
Das liegt auch daran, dass die Abstimmungsprozesse der an einem grenzüberschreitenden Fall beteiligten Aufsichtsbehörden überaus komplex sind. Rechtliche Entscheidungen werden dadurch erschwert und verzögert. Rein lokale Fälle hingegen können meist zügig entschieden werden. Es kann so der Eindruck entstehen, dass man nur die vor Ort ansässigen kleineren Unternehmen im Fokus hat, aber die global agierenden und EU-weit aktiven Konzerne verschont und dass die Vollzugspraxis in den jeweiligen Mitgliedstaaten stark voneinander abweicht.
Hierzu Johannes Caspar, der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit: „Nach einem Jahr DSGVO mit sowohl positiven als auch negativen Erfahrungen liegen nun die Möglichkeiten für einen Erfolg oder Misserfolg der europaweiten Regelung eng beisammen. Ich bin optimistisch, dass es gelingt, gemeinsam den Schutz von Rechten und Freiheiten Betroffener zu intensivieren und trotz komplexer Regelungen effektive und effiziente Verwaltungsverfahren bei der grenzüberschreitenden Datenverarbeitung in Europa durchzuführen.“


Hamburger Mai-Steuerschätzung 2019:
Gedämpfte Entwicklung bei den Steuereinnahmen

Wie der Hamburger Senat verkündet, muss die Hansestadt in den kommenden Jahren mit weniger Steuereinnahmen rechnen als noch im Herbst letzten Jahres prognostiziert. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Mai-Steuerschätzung für Hamburg, die Finanzsenator Dr. Andreas Dressel vorgestellt hat. Nach den Schätzungen der Finanzbehörde auf Basis der Ergebnisse des bundesweiten Arbeitskreises „Steuerschätzungen“ wird gegenüber der Herbst-Steuerschätzung 2018 für das laufende Jahr noch mit einem Anstieg um 256 Millionen Euro für die in Hamburg verbleibenden Steuern gerechnet. Auch für die Folgejahre wird ein kontinuierlicher Anstieg prognostiziert, allerdings bleiben die Erwartungen hinter denen vom Oktober 2018 zurück. Addiert über die fünf Jahre 2019 bis 2023 ergeben sich rund 646 Millionen Euro weniger Steuereinnahmen als noch im Oktober 2018 geschätzt.
Senator Dressel: „Hamburgs Steuereinnahmen wachsen nicht mehr so stark wie noch vor einigen Monaten angenommen. Die gedämpfte Entwicklung auf der Einnahmeseite vollzieht sich gleichwohl auf hohem Niveau. Weiterhin gilt: Nicht kurzfristige Einnahmeerwartungen, sondern der langfristige Steuertrend sind für unsere Finanzplanung maßgebend. Insofern sind wir auch unter schwierigeren finanziellen Rahmenbedingungen in der Lage, die großen Aufgaben der kommenden Jahre zu stemmen. Hamburg ist finanziell gut aufgestellt und gewappnet für mögliche konjunkturelle Eintrübungen.“


Schnelles Internet für ganz Hamburg

Die Stadt und die Deutsche Telekom haben einen Vertrag für eine bessere Versorgung mit Breitband in den unterversorgten Gebieten geschlossen.
 
Dem Hamburger Senat zufolge ist die Hansestadt bereits heute Vorreiter bei dem Angebot eines schnellen Internets, bei der Glasfaserversorgung, öffentlichem WLAN und auf dem Weg zur fünften Generation des Mobilfunks. Lediglich ein bis zwei Prozent der Hamburger Haushalte haben einen Internetanschluss mit einer Übertragungsrate von unter 30 MBit/s. Da eine eigenwirtschaftliche Erschließung, also eine von Angebot und Nachfrage motivierte Versorgung dieser sogenannten „weißen Flecken“ durch die Telekommunikationsunternehmen, in absehbarer Zeit nicht zu erwarten war, hat die Stadt jetzt mit der Deutschen Telekom einen Vertrag über den Breitbandausbau in diesen Gebieten geschlossen. Der Ausbau beginnt in den kommenden Wochen und wird voraussichtlich bis Anfang 2021 rund 9.300 Haushalte und 1.000 Unternehmen mit schnellem Internet versorgen.

Der geförderte Breitbandausbau wird in den nächsten Monaten in den Außenbereichen und weniger dicht besiedelten Gebieten Hamburgs stattfinden, insbesondere in den Bezirken Bergedorf (unter anderem Vier- und Marschlande), Harburg (unter anderem Hausbruch und Neugraben-Fischbek) und dem südlich der Elbe gelegenen Teil des Bezirks Hamburg-Mitte (zum Beispiel Moorwerder). Die Ausbauarbeiten – verbunden mit rund 60 Kilometer Tiefbau – beginnen in den kommenden Wochen und werden von der Telekom und ihren Partnern ausgeführt.

Stichwort Gewerbegebiete: Grundsätzlich ist für alle Gewerbe ein Glasfaseranschluss erreichbar. Unter anderem die Telekom hat 2018 massive eigenwirtschaftliche Ausbauoffensiven zur direkten Anbindung der Gewerbe mit Glasfaser gestartet. Insbesondere die Hafengebiete werden in den nächsten Monaten nach und nach an mindestens ein Glasfasernetz angeschlossen. Bleibt zu hoffen, dass auch unser Industriegebiet von diesen Aktivitäten profitiert.


Otto Dix in Fabrik der Künste

Liebe Billbrooker und Freunde des Billbrookkreis,
 
anlässlich seines 50.Todesjahres präsentiert die Fabrik der Künste in Hamburg vom 03.Juni bis 07. Juli 2019 eine umfangreiche Ausstellung des berühmten Künstlers Otto Dix. Der Maler und Graphiker Otto Dix (1891 - 1969) gilt als einer der bedeutendsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts und ist für seine grotesken und gesellschaftskritischen Porträtgemälde bekannt.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Galerie Nierendorf in Berlin und umfasst Werke aus fünf Jahrzehnten.
 
Kreuzbrook 10/12
20537 Hamburg
Tel.: 040 - 86 68 57 17
www.fabrikderkuenste.de


Große Ehre für Axel Heik

„Verantwortung übernehmen – für das Unternehmen, für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für den Standort Hamburg sowie für das Gemeinwohl. Genau dafür steht Axel Heik. Die Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes in Silber ist eine hohe Auszeichnung, die der Würdigung besonders hervorragender Verdienste um das Gemeinwohl vorbehalten ist. Wir danken Axel Heik für seinen ganz besonderen Einsatz, mit dem er auch für das Idealbild des ‚ehrbaren Hamburger Kaufmanns‘ steht“, sagte Senator Michael Westhagemann beim Festakt im Hamburger Rathaus.

Den Worten des Senators kann sich der Vorstand des Billbrookkreises nur anschließen – und er ist stolz, einen derart dekorierten Unternehmer in seinen Reihen zu wissen.

Die Medaille, gestiftet im Jahr 1953, erhielt Axel Heik dafür: Er initiierte und unterstützt seit über 30 Jahren den Spendenlauf der Stiftung „Phönikks“. Die Stiftung bietet von Krebs betroffenen Familien ein ambulantes Beratungs- und Begleitungsangebot und hilft, die Lebenssituation von Familien in der schweren Zeit zu festigen und den Lebensmut wiederzufinden. Axel Heik ist zudem langjähriges Mitglied in verschiedensten Ausschüssen, Hamburger Verbänden, Initiativen und Wirtschaftsvereinen. Und er ist seit der ersten Stunde Mitglied des Billbrookkreises.


Interview mit Bernhard Jurasch

„Entscheidungen sind gefragt.“

Wenn es um Wirtschaftsthemen in Hamburg-Billbrook und Umgebung geht, steht ein Verein im Fokus: der Billbrookkreis. Sein Ziel ist, den Dialog am Standort zu fördern, insbesondere mit Nachbarn, Geschäftsleuten und mit der Politik im Umfeld. Bernhard Jurasch ist Erster Vorsitzender des seit 1997 bestehenden Vereins. Ein Gespräch mit Tanja Königshagen vom Portal Business-on.de.

Business-on.de: In welchem Bereich arbeiten Sie hauptberuflich?
Bernhard Jurasch:
Im Personalmanagement, seit etwa 20 Jahren für namhafte Unternehmen aus der Personalwirtschaft in Hamburg und im gesamten norddeutschen Raum, in Bereichen der Projektarbeit für die Personalwirtschaft.

Business-on.de: Darüber hinaus sind Sie im Billbrookkreis e.V. aktiv. Was macht der Verein genau?
Bernhard Jurasch: Wir sind ein Zusammenschluss von Unternehmern aus dem Industriestandort Billbrook/Rothenburgsort und sehen uns als Interessenvertretung unserer Mitglieder, um den Industriestandort attraktiv und modern für die Unternehmen zu erhalten beziehungsweise zu erneuern –im Austausch mit den zuständigen Behörden der Politik und anderen Verbänden.

Business-on.de: Was ist Ihre Lieblingsaufgabe als Erster Vorsitzender des Billbrookkreises?
Bernhard Jurasch: Es ist der Austausch mit anderen Unternehmern und das Mitwirken bei der Umsetzung des Handlungskonzepts zur Revitalisierung und Modernisierung von Billbrook/Rothenburgsort.

Business-on.de: Was ist das Besondere an diesem Wirtschaftsstandort im Hamburger Osten?
Bernhard Jurasch: Es handelt sich um Norddeutschlands größtes zusammenhängendes Industriegebiet. Von Handwerksbetrieben über namhafte Mittelständler bis hin zu Weltmarktführern sind hier mehr als 1.000 Unternehmen mit über 22.000 Beschäftigten angesiedelt. Nicht nur vor dem Hintergrund der Pläne des Hamburger Senats, die Wirtschaftsstandorte Richtung Osten auszudehnen und aufzuwerten, wird sich hier in den kommenden Jahren viel wandeln und entwickeln.

Business-on.de: Welche sind die spannendsten Entwicklungen in Ihrem geschäftlichen Umfeld?
Bernhard Jurasch: Die Entwicklung am Arbeitsmarkt – Stichwort Fachkräftemangel – wird uns noch eine Zeit weiter beschäftigen. Es gibt aus meiner Sicht einige Potenziale, die wir ungenutzt „liegen lassen“. In Bereichen wie Technik und Soziales kann man mit dem notwendigen Willen und entsprechenden Projekten gute Mitarbeiter in relativ überschaubarer Zeit qualifizieren. Damit werden wir den Fachkräftemangel allerdings nicht aufhalten können. Dieser wird sich aber mit Zunahme der künstlichen Intelligenz relativieren. Es werden in absehbarer Zeit Berufe aus dem mittleren Arbeitssegment durch künstliche Intelligenz ersetzt werden.

Business-on.de: Welche sind die größten Herausforderungen in Billbrook?
Bernhard Jurasch: Das vorliegende Handlungskonzept zur Revitalisierung und Modernisierung des Industriestandort Billbrook/Rothenburgsort braucht nun die erforderliche politische Entscheidung zur Umsetzung und Hinterlegung der notwendigen Mittel. Wir werden den weiteren Prozess begleiten und die Anliegen unserer Mitglieder an entsprechenden Stellen einbringen.

Business-on.de:
Welche Rolle spielt die Digitalisierung in Ihrem Umfeld?
Bernhard Jurasch: Die ist die Zukunft der Wirtschaft, nicht nur in Billbrook/Rothenburgsort oder Hamburg, sie ist für den ganzen Wirtschaftsstandort Deutschland von immenser Bedeutung. Manchmal kann man den Eindruck gewinnen, dass Entscheidungsträger nicht erkennen, wo unsere Wirtschaft hin driftet, wenn die Digitalisierung nicht endlich den notwendigen Stellenwert erhält.

Business-on.de: Welche sind aus Ihrer Sicht zurzeit die spannendsten Entwicklungen in Hamburg?
Bernhard Jurasch: Für mich ist es der digitale Zukunfts-Campus Hammerbrooklyn. Was dort entsteht und entwickelt wird, ist wichtig und spannend für Hamburg. Ebenso der Weltkongress für Intelligente Transport-Systeme 2021, der jetzt vorbereitet wird.

Business-on.de: Wie wichtig ist für Sie berufliches Netzwerken?
Bernhard Jurasch: Es gilt der alte Spruch: Kontakte schaden nur dem, der sie nicht hat. Ich bin keiner Partei zugehörig, aber ich spreche gerne mit allen Parteien. Der Austausch mit anderen bringt neue Erkenntnisse, die Sichtweise ändert sich oder wird bestätigt. Und natürlich entstehen gute Geschäftskontakte. Ich bin in verschiedenen Organisationen aktiv. Neben dem Billbrookkreis zum Beispiel auch in der VEEK, der Versammlung eines ehrbaren Kaufmanns zu Hamburg.

Business-on.de: Vielen Dank für das Interview, Herr Jurasch.

 

Zum Interview >>>


Vorstandswahlen im Oktober 2018

Drei plus zwei - Für weitere zwei Jahre steht der Vorstand des Billbrookkreises fest und besteht aus dem Unternehmer Bernhard Jurasch als 1. Vorsitzender. Ihm zur Seite stehen Unternehmer Robert Meyer und Rechtsanwalt Dr. Dietmar Buchholz von Weiland Rechtsanwälte. Unterstützend wird dieses Gremium flankiert von dem Journalisten Joachim Bokeloh als kooptierten Vorstand Kommunikation sowie von der in Billbrook ansässigen Unternehmerin Melanie Dabelstein, Fahrzeugrein Dabelstein.


Zukunftsfähige Mobilität

Dr. Alexandra Schubert von der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation stellte Maßnahmen zur notwendigen Verbesserung der Mobilität in Billbrook vor und gab einen Ausblick auf die Neugestaltung der Liebigstraße inkl. der Einrichtung sogenannter „Straßenpausen“. Sie machte den anwesenden Gästen die Bedeutung des Industriestandortes Billbrook/Rothenburgsort deutlich und betonte, dass in diesem Wirtschaftsstandort weiterhin die Stärkung und Aufwertung der Industrie von zentraler Bedeutung sein wird. Es geht ihr vornehmlich um verkehrsgerechte Maßnahmen und ist sich darüber im Klaren, dass der dort angedachte Radverkehr durchaus Konfliktpotenzial hat.

Anja Gering und Joachim Wiucha vom Hamburger Verkehrsverbund (HVV) wiederum erläuterten in Ihrem Vortrag die geplante Entwicklung des ÖPNV Angebotes in Billbrook. Im Rahmen der Modernisierung des Industriegebietes Billbrook/Rothenburgsort soll beispielsweise die Busanbindung und Taktung verbessert werden. Den Vertretern des HVV ist wichtig, Beschäftigte zur Nutzung neuer Mobilitätsangebote zu aktivieren. Die Frage „Wie werden Beschäftigte zu Nutzern umweltschonender Mobilität?“ ist zu beantworten. Allen Referenten geht es darum: Es müssen Anreize geschaffen werden zur Veränderung des Mobilitätsverhaltens. Anders gesagt: Die betriebliche Mobilität muss zukunftsfähig gestaltet werden.

Denn das ist Fakt: In diesem Wirtschaftsstandort sind etwa 1.000 Unternehmen verankert, manche schon viele Jahrzehnte, mit rund 22.000 Beschäftigten. Das gleicht einer Völkerwanderung – morgens hin, abends zurück. Wie also intelligent und nachhaltig die Mitarbeiterströme bewältigen?
Denn das ist auch Realität: Das Auto ist in der sogenannten Statushierarchie zwar weiter nach hinten gerutscht. Dennoch hat das Auto immer noch ein gewisses Statuspotenzial und gilt als „erweiterter“ Lebensraum.

Und dann gilt es, die Warenströme in diesem Wirtschaftsraum zu bewältigen. Denn der Güterverkehr bewegt sich weltweit auf Rekordniveau – allein in Deutschland lag das Transportaufkommen im Jahr 2015 bei 4,5 Milliarden Tonnen. Die Tendenz ist weiter steigend bei Lastwagen, Schiene, Schiff und Flugzeug. Hier sind ebenfalls tragfähige Lösungen gefordert. Sabine de Buhr von der IBA Hamburg präsentierte in diesem Zusammenhang die Machbarkeitsstudie „LKW-Vorstau und Quartiergarage“ vor.
Sabine Stoff-Isenberg von der Behörde für Umwelt und Energie und Tobias Merten von Ernst & Young stellten zu diesem Themenbereich das Projekt MOVE Hamburg mit Perspektiven für die betriebliche Mobilität vor. Im Projektvorhaben sollen die bereits laufenden und geplanten Maßnahmen zur Verbesserung von Verkehr und Mobilität in Billbrook und angrenzenden Stadtteilen, wie zum Beispiel der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, der Nahverkehrsdienstleistung oder des Fahrradverkehrs durch gezielte Angebote, wie Carsharing, Rollersharing oder Mitfahrgelegenheiten ergänzt werden. Auf diese Weise soll ein gebündeltes und zielgerichtetes Gesamtangebot für Billbrook und die angrenzende Stadtteile geschaffen werden.

Stefan Seils von der Spedition Bursped, seit 70 Jahren im Quartier ansässig, machte sich stark für den Wirtschaftsstandort und forderte, dass an der Straßeninfrastruktur gearbeitet werden müsse. Denn: „Die Schiene ist voll“, so seine schmerzvolle Erkenntnis. Und seine hoffnungsvolle: „Billbrook ist es wert, für die Modernisierung alles zu tun.“

Der Billbrookkreis gilt als wichtiger Akteur im Projektgebiet Billbrook/Rothenburgsort und hat regelmäßigen Austausch mit allen relevanten Ansprechpartnern. Die Veranstaltung hat deutlich gemacht, dass es nicht die einzige bleiben muss zu diesem zukunftsorientierten Thema für diesen wichtigen Wirtschaftsstandort.

 

 

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