Industriestandort Billbrook

Billbrook / Rothenburgsort ist ein einzigartiger Standort. Norddeutschlands größtes zusammenhängendes Industriegebiet liegt gerade einmal 8 Autominuten vom Hauptbahnhof Hamburg entfern und gehört zu Hamburg Mitte. Dennoch ist der Stadtteil Billbrook/Rothenburgsort vielen unbekannt. Außer natürlich den rund 20.000 Menschen, dier hier jeden Tag zur Arbeit kommen. Wir haben einmal genauer hingesehen.


Das Handlungskonzept


... für Billbrook/Rothenburgsort wurde am 24. Mai 2016 im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in der Still Arena anhand von Bestandsanalyse, Zielszenarien und Maßnahmenvorschlägen vorgestellt. Sechs Handlungsfelder wurden identifiziert: Flächennutzung, Infrastruktur, Städtebau und Freiraum, Verkehr und Mobilität, Markt und Unternehmen sowie Kommunikation und Beteiligung.

Über die aktuellen Entwicklungen halten wir Sie auf dem Laufenden oder Sie können Sich auf der Website der IBA Hamburg GmbH www.industriestandort-billbrook.de informieren.

Modellhafte Perspektive: Um die wirtschaftliche Dynamik des Standortes Billbrook und Umgebung weiter zu stärken, soll das Industriegebiet einem umfassenden Modernisierungsprozess unterzogen werden.

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(Bild: BSU, Spengler Wiescholek Architekten und Stadtplaner, WES GmbH Landschaftsarchitekten, Urban Catalyst studio, Visualisierung: moka-studio, Luftbild: Matthias Friedel)


Billbrook in den Medien

die nordreportage

16.07.2018 - Die Nordreportage: 24 Stunden Billbrook - Zwischen Müll und Meditation

Eine sehr ausschnitthafte Betrachtung des 770 Hektar großen Industriegebietes, das eine Vielzahl an Unternehmen beherbergt: Von Kleinunternehmen, über Sicherheitsdienstleistern und Hotelbetrieben, Logistikern und Spediteuren, mittelständischen Hidden Champions aus der Verpackungs-, Lebensmittel- und Recyclingindustrie, bis hin zu internationalen Schwergewichten wie Still, Albis Plastik und Thyssen Krupp Fahrtreppen.

Aus Sicht des Billbrookkreises wird der Bericht dem zweitgrößten zusammenhängenden Industriegebiet Europas leider nicht gerecht. Er ist kein Spiegelbild des Wirtschaftsstandortes – vor allem nicht der Branchenvielfalt und wirtschaftlicheh Bedeutung für Hamburg. Aber dennoch unterhaltsam.

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Bildzeitung über den Ist-Zustand

Am 4. Januar 2017 erschien in der Bildzeitung ein Artikel über den Ist-Zustand unseres Wirtschaftsstandortes.

Die Tonalität des Artikels entsprach der üblichen Diktion der Bildzeitung, machte aber die bisher ungelösten Problematiken im Kern deutlich.

Der Stadt und speziell dem Bezirksamt Mitte sind die Umstände, auch durch unsere ständige Thematisierung, bekannt. In mehreren Treffen mit dem Wirtschaftsexperten der CDU, Herrn Westenberger, erörterten wir die seit langem bestehenden Probleme unseres Quartiers. Nicht zuletzt durch das Engagement von Senator Frank Horch befassen sich etliche Arbeitskreise mit Lösungen, die wünschenswerterweise durch den Zeitungsartikel vielleicht beschleunigt werden.

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Zahlen, die es in sich haben


8.900.000
Kubikmeter Wasser gibt das Hauptpumpwerk von Hamburg Wasser am Billhorner Deich jährlich ab.

320.000 Tonnen Hausmüll aus Hamburger Haushalten werden jährlich in der Müllverbrennungsanlage verbrannt.

300.000 Kubikmeter Sand wurden zur Erschließung von Billbrook/Rothenburgsort aus den Boberger Dünen angefahrenen.

23.000 Gabelstapler produziert Still jährlich in der Berzeliusstraße.

22.000 Menschen arbeiten schätzungsweise in Billbrook/Rothenburgsort.

2.400 Kubikmeter Sperrmüll standen am 29.5.2015 in der Müllverwertungsanlage in Billbrook in Flammen.

2.176
Menschen leben in Billbrook.    

9.138
Menschen leben in Rothenburgsort.

1.163 Hotelbetten gibt es in Billbrook.

1.000 Unternehmen sind etwa in Billbrook/Rothenburgsort ansässig.

770
Hektar umfasst Norddeutschlands größtes zusammenhängendes Industriegebiet.

350 Hektar Dünen, Marsch, Geest und umfasst die Boberger Niederung und ist Lebensraum seltener Tiere.

314 Kleingärten gibt es in Billbrook.

283
Wohnungen gibt es in Billbrook.

10
niedergelassene Ärzte gibt es in Rothenburgsort.

1
Buddhistischen Tempel gibt es am Billbrookdeich.

1
Verkehrsübungsplatz gibt es in der Großmannstraße.

0
öffentliche Parkplätze oder Parks gibt es in Billbrook.

Stand 12/2017, in freundlicher Zusammenarbeit mit www.industriestandort-billbrook.de


Die Geschichtes des Industriestandorts Billbrook


Der Billbrook ist ein Sumpfgebiet am Rande der Marsch im Urstromtal der Elbe, das nach Norden hin von dem namensgebenden Fluss Bille begrenzt wird. Bereits im 13. und 14. Jahrhundert wurden Marschflächen an der Bille eingedeicht. Seit 1395 gehörte das Gebiet zum Hamburger Landgebiet und dort zum Dorf Billwärder. Seit dem 17. Jahrhundert bauten wohlhabende Hamburger Landhäuser auf dem Billbrook. Einige dieser Häuser standen bis in das 20. Jahrhundert und wurden später als Gaststätten genutzt.


Frühe Industrialsierung

1850 Ansiedelung der Industrie
1903 Bau des Tiefstackkanal
1912 Eingemeindung Billbrooks in die Kernstadt Hamburg
1917 die größte Kraftwerksanlage der HEW im Tiefstack wird in Betrieb genommen

Das Gebiet wurde durch ein Netz von sehr breiten und über weite Strecken schnurgeraden Straßen erschlossen, die für Hamburg eigentlich untypisch sind und neben den Kleingärten und den Wasserflächen der Bille den Charakter des Industriegebietes ebenso prägen, wie die stillgelegten Bahngleise und grüne Böschungen.

Nur noch wenige Gebäude erinnern mit ihrer Architektur an die Frühzeiten der Industrialisierung. Auch Billbrook war von den Flächenbombadierungen durch die Alliierten betroffen und wurde nach dem Krieg weitehend wieder aufgebaut. Fünf breite Kanäle (Tiefstack- und Billbrookkanal sowie Tide-, Industrie- und Moorfleeter Kanal) dienen der Entwässerung, sind aber auch mit geringem Tiefgang schiffbar. Das Gebiet um die Mündung des Tiefstackkanals, der Billbrook vom benachbarten Stadtteil Rothenburgsort auf der Insel „Billwerder Ausschlag“ trennt, in die Billwerder Bucht wird auch als „Tiefstack“ bezeichnet.

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