Jobs und Personal


 

Verpflichtende Energieaudits nach dem Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G)

 

Was ist das Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G)?
 
Energie soll eingespart werden, indem sie effizienter eingesetzt wird. Dahinter steht das Ziel des
Klimaschutzes und der Ressourcenschonung. Der Gesetzgeber sieht hier auch die Unternehmen
in der Pflicht. Kern des Gesetzes ist die Durchführung von Energieaudits, durch die Möglichkeiten
der Energieeinsparung geprüft werden sollen. Hier sind die wichtigsten Regelungen zu
Pflichten, Anforderungen und Fristen für die Durchführung des Audits zusammengefasst.
 
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Mindestlohn-Checkliste – Worauf Sie achten sollten

Seit dem 01.01.2015 gilt in Deutschland der gesetzliche Mindestlohn. Der rechtliche Rahmen wird im Mindestlohngesetz (MiLog) geregelt.
 
Das Merkblatt des BVMW ist eine Arbeitshilfe und geht nicht nur den grundsätzlichen Fragen nach, wie der Mindestlohn im Allgemeinen gilt. Es klärt auf über Ausnahmeregelungen für Personengruppen und Branchen, informiert über Dokumentationspflichten und die Subunternehmerhaftung sowie Konsequenzen bei Verstößen.
 
MiLog-Merkblatt downloaden ›››


Wenn die Kripo ermittelt

Bei Arbeitsunfällen mit tödlichem Ausgang oder Schwerverletzten in Folge ermittelt auch immer die Kriminalpolizei. Von Amts wegen trägt sie alle relevanten Fakten zusammen. Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen dabei die Fragen nach der Verantwortung: Wer hat was angeordnet oder unterlassen. Wer hat eventuell fahrlässig oder schlimmstenfalls vorsätzlich gehandelt.

Zu Unfällen kommt es zumeist dann, wenn Betriebe am Rande ihrer Kapazitäten arbeiten oder die interne Kommunikation gestört ist. Die Unterweisung alleine reicht nicht aus, die Beschäftigten sollten immer auch den Sinn der Sicherheitsbestimmungen erkennen... Ganzen Bericht lesen ›››

 
Quelle: Berufsgenossenschaft Holz und Metall, Ausgabe 6/2014


Rentenversicherungspflicht

Minijob-Zentrale weist auf 6-Wochen-Frist zur Meldung der Befreiung von der
Rentenversicherungspflicht bei Minijobs hin!
 
Seit 01.01.2013 hat sich die Einkommenshöchstgrenze für Minijobs auf 450 Euro pro Monat und für so genannte Midijobs auf monatlich 850 Euro erhöht.

 
Mit dieser Neuregelung wurden aber auch die Bestimmungen zur Sozialversicherung geändert. Grundsätzlich sind seit Jahresbeginn alle Minijobber voll in der Rentenversicherung abgesichert und der vom Arbeitgeber pauschal abgeführte Rentenversicherungsbeitrag erhöhte sich von 15 % auf 18,9 %*. Durch ausdrückliche schriftliche Erklärung können Arbeitnehmer hierauf aber verzichten, so dass dann die bisherigen pauschalen Abgaben des Arbeitgebers von insgesamt 30 % (inkl. 15 % RV) zzgl. Umlagen und Beitrag zur Unfallversicherung gelten.
 
Vorsicht! – Frist zur Befreiung von Rentenversicherungspflicht beachten! Die für die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht erforderliche schriftliche Erklärung des Minijobbers (§ 6 Abs. 1b SGB VI) muss jedoch – was vielfach unbekannt ist – innerhalb von sechs Wochen ab dem Zeitpunkt der gewünschten Befreiung vom Arbeitgeber an die Minijob-Zentrale gemeldet werden. Hierauf weist die Minijob-Zentrale in einer aktuellen Pressemeldung vom 27.08.2013 ausdrücklich hin, da es hier seit Einführung der Neuregelungen zum Jahresbeginn vielfach Probleme gibt!
 
Erklärung des Minijobbers auf Befreiung und Meldung durch Arbeitgeber Für die Erklärung des Minijobbers auf Befreiung von der Rentenversicherungspflicht stellt die Minijob-Zentrale einen Musterantrag Online mit Merkblatt zur Verfügung. Den Antrag des Minijobbers erhält der Arbeitgeber, der den Eingang des Befreiungsantrags mit dem Eingangsdatum dokumentiert und ihn zu den Entgeltunterlagen nimmt. Daraufhin übermittelt der Arbeitgeber die Daten zur Befreiung von der Rentenversicherungspflicht mit der maschinellen Meldung zur Sozialversicherung an die Minijob-Zentrale. Hier zählt die 6-Wochen-Frist, innerhalb derer die Befreiung vom Arbeitgeber an die Minijob-Zentrale zu melden ist, damit der Minijobber auch tatsächlich von Beginn des Minijobs an von der ‘Rentenversicherungspflicht befreit wird. Bei Verspätung des Eingangs, d.h. nach Ablauf der 6 Wochen, beginnt die Befreiung erst nach Ablauf des Kalendermonats, der dem Kalendermonat des Eingangs der Meldung bei der Minijob-Zentrale folgt.
 
Wichtig: Der Befreiungsantrag der Minijobber ist nach § 8 Absatz 2 Nr. 4a Beitragsverfahrensverordnung (BVV) zu den Entgeltunterlagen zu nehmen und nicht an die Minijob-Zentrale zu senden.
 
Die Wahl: Rentenversicherungspflicht oder -befreiung? Der Minijobber sollte sich genau überlegen, ob er die Rentenversicherungspflicht belässt, womit er durch eigen Zahlung von 3,9 %* des Lohns einen Rentenversicherungsanspruch bzw. eine Anwartschaft in entsprechender Höhe von 18,9 %* des Lohns sowie weitere Vorteile – worauf die Minijob-Zentrale ausdrücklich hinweist – erhält. Die Alternative ist die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht zu beantragen, was dem Minijobber zwar 3,9 % an zusätzlicher Lohnabgabe spart, aber die dennoch vom Arbeitgeber an die Minijob-Zentrale zu leistende 15-%-Pauschalabgabe für die Rentenversicherung ihm nicht persönlich zu gute kommen; damit sind die 15 % an RV-Abgabe für ihn “nutzlos”. – Insoweit ist die Beibehaltung der RV-Pflicht meist durchaus sinnvoll. – Anders sieht dies in Privathaushalten aus, da dort der private Arbeitgeber (statt 15 %) nur 5 % des Lohns als pauschale Rentenversicherungsabgabe zahlt; die “Draufzahlung” bei Minijobs im Haushaltsbereich beträgt damit 13,9 %*, was von vielen Minijobbern häufig als zu hoch abgelehnt wird.
 
* Hinweis: Diese Werte beruhen auf den für 2003 geltenden Rentenversicherungsbeiträgen von 18,9 %.
 


Aktuelles für Personalmanager

Ab 01.07.2013 erleichterte Zuwanderung von Facharbeitern aus Drittstaaten zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses
 
Am 29.05.2013 hat das Bundeskabinett die Verordnung zur Änderung des Ausländerbeschäftigungsrechts beschlossen. Mit den ab 01.07.2013 in Kraft tretenden Neuregelungen zur Beschäftigungsverordnung sollen auch qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach Deutschland einwandern können, um in Ausbildungsberufen mit Fachkräftebedarf tätig zu werden. Während Innerhalb der EU bereits für jede Bürgerin und jeden Bürger – außer aus Rumänien und Bulgarien - der Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt uneingeschränkt möglich ist, wird mit der neuen Beschäftigungsverordnung jetzt der Arbeitsmarkt auch für Facharbeiter aus Nicht-EU-Länder, d.h. so genannten Drittstaaten geöffnet.
 
Blaue Karte EU für Hochqualifizierte seit 01.08.2012
 
Bereits im Juni 2011 hatte sich die Bundesregierung im Konzept zur Fachkräftesicherung auf verschiedene Maßnahmen zur Sicherung der Fachkräftebasis verständigt, zu denen zunächst die Ausschöpfung des inländischen Fachkräftepotentials zählte. Mit dem am 01.08.2012 in Kraft getretenen Gesetz zur Umsetzung der Hochqualifizierten-Richtlinie der Europäischen Union wurde bereits die Blaue Karte EU als neuer Aufenthaltstitel eingeführt, um die Attraktivität Deutschlands für die Zuwanderung ausländischer Hochschulabsolventen zu erhöhen. Die Anzahl der hierbei gewonnenen Fachkräfte aus Drittstaaten war aber absehbar sehr gering.
 
Zuwanderung für anerkannte Fachkräfte ab 01.07.2013
 
"Mit der neuen Verordnung schmeißen wir 40 % der alten Paragrafen über Bord und öffnen das Tor weit für gesuchte Fachkräfte, die das Land weiter voranbringen können. Das neue Regelwerk lässt klipp und klar feststellen, welche Berufe aktuell gebraucht werdenÜ, erklärt Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, die Neuerrungenschaft im Ausländerbeschäftigungsrecht.
 
Die Neuerung der künftigen Beschäftigungsverordnung mit den wichtigsten Voraussetzungen zur Fachkräfte-Zuwanderung:
 
• Anerkannter Ausbildungsberuf:
Wer in Deutschland arbeiten möchte, muss prüfen lassen, ob der Ausbildungsabschluss gleichwertig mit einer deutschen Berufsausbildung ist. Das Anerkennungsgesetz vom April 2012 gibt dafür Kriterien und Fristen vor. Das Verfahren kann vom Heimatland aus betrieben werden.
 
• Bedarf nach Positivliste der BA:
Es muss ein entsprechender Bedarf am Arbeitsmarkt bestehen, den die Bundesagentur für Arbeit ermittelt. Diese Positivliste wird über die Auswertung der Arbeitsmarktstatistik erstellt. Dabei werden verschiedene Daten jeweils nach Berufen, Branchen und Regionen betrachtet: Das Verhältnis von Arbeitsuchenden zu offenen Stellen, die Dauer von der Ausschreibung bis zur Besetzung einer offenen Stelle, die Zahl der Auszubildenden und die zu erwartenden Altersabgänge.
 
Das System der Fachkräftezuwanderung nach Bedarf und mittels Fachkräfteliste ist tatsächlich aber nicht neu, sondern wurde auch in anderen EU-Staaten, vor allem in den Zeiten eingeschränkten Arbeitnehmerfreizügigkeit gegenüber Bürgern aus den EU-Oststaaten, bereits angewandt, wie z.B. in Österreich seit 2008.
 
Beschäftigungsregelungen in der neuen Beschäftigungsverordnung
 
Der Arbeitsmarktzugang für neueinreisende Ausländerinnen und Ausländer sowie für die bereits im Inland lebenden Ausländerinnen und Ausländer waren bisher in zwei Verordnungen, d.h. der Beschäftigungsverordnung und der Beschäftigungsverfahrensverordnung, und die Verfahrensregelungen für beide Gruppen in der Beschäftigungsverfahrensordnung geregelt, was teilweise zur massiven Unübersichtlichkeit führte. Künftig ist dies alles in der neuen “Beschäftigungsverordnung” enthalten.
 
Auch für Asylbewerber künftig erleichterter Arbeitsmarktzugang

 
Mit den Neuregelungen wird nun auch der Zugang zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt auch für Asylbewerber erleichtert. Künftig entfällt das bislang notwendige Zustimmungserfordernis der Bundesagentur für Arbeit, wenn nach einem Jahr Aufenthalt eine Ausbildung oder nach vier Jahren Aufenthalt eine Arbeit aufgenommen wurde.
 
Hinweis/Tipp:

 
Von wesentlicher Bedeutung für die Zuwanderung von qualifizierten Ausländern ist das seit 01.04.2012 geltende Berufsanerkennungsgesetz, mit dem das – auch vom Ausland mögliche – Anerkennungsverfahren durchgeführt werden kann, um die Gleichstellung bzw. Anerkennung ausländischer Berufsausbildung zu klären!


Selten, aber im Trend

Langzeit-Arbeitszeitkonsten noch selten aber im Trend. 83 % aller größeren Unternehmen nutzen Kurzeit-Arbeitszeitkonten
 
83 % der deutschen Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten wenden Arbeitszeitkonten an, aber nur wenige Langzeitkonten!Insgesamt 54 % der deutschen Arbeitnehmer haben ein Arbeitszeitkonto zur Flexibilisierung der Arbeitszeit. Wie eine aktuelle Analyse des Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit zeigt, ist die Anzahl der Beschäftigten mit Arbeitzeitkonten in den letzten 12 Jahren von 35 % im Jahr 1999 auf nun über die Hälfte aller Arbeitnehmer deutlich gestiegen. Arbeitszeitkonten werden vorwiegend als so genannte Kurzzeitkonten und von größeren Unternehmen genutzt. Langzeitkonten zur Nutzung von Sabbaticals, Weiterbildungs- oder Familienzeiten, Alterteilzeit oder vorgezogenem Ruhestand werden in Deutschland noch immer sehr selten geführt, sind bei Unternehmen mit über 500 Mitarbeitern aber ebenfalls immer mehr im Trend (2011: 22 % der Mitarbeiter).


Alle Jahre wieder ...

Innere Kündigung erreicht wieder einmal Höchststand

Der Schaden, den schlechte Führungskräfte dem Standort Deutschland zufügen kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Immer wieder erweist sich, dass fehlende Anerkennung der Hauptgrund dafür ist, wenn Mitarbeiter "Dienst nach Vorschrift" schieben.


Mini - und Midijobs

Aktuelle Regelungen heftig umstritten und wieder in Bewegung. Regierung plant Anhebung der Minijob-Höchstgrenze als Inflationsausgleich SPD-Länder scheiterten mit Bundesratsantrag auf Stundengrenze bei Minijobs
 
Eine von Nordrhein-Westfalen ausgehende Bundesratsinitiative, die von den SPD geführten Bundesländern Brandenburg, Bremen und Berlin unterstützt wurde, hat am gestrigen Freitag (02.03.2012) im Bundesrat eine Schlappe erlitten. Der Antrag die wöchentliche Arbeitszeit der Minijobber auf zwölf Stunden in der Woche zu begrenzen und damit faktisch einen Minijob-Mindestlohn von 8,50 Euro über die Hintertür einzuführen, wurde vom Bundesrat in der 893. Sitzung abgelehnt. Der Bundesrat hat beschlossen, den Gesetzentwurf beim Deutschen Bundestag nicht einzubringen.

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