Kultur

Wie die Stadt ihre Denkmäler erhält und restauriert

Die Publikation „Die Hamburger Öffentlichen Bauten und die Denkmalpflege“ präsentiert ausgewählte Kulturdenkmäler, die der Freien und Hansestadt Hamburg gehören. Sie zeigt das Engagement der Stadt für ihr baukulturelles Erbe und gibt neue Einblicke in die Arbeit der Denkmalpflege der vergangenen zwanzig Jahre.

Die Publikation besteht aus zwei „Arbeitsheften zur Denkmalpflege in Hamburg“. Der erste Band präsentiert 54 über das Stadtgebiet verteilte Staatsbauten, mit vielen unterschiedlichen Nutzungsformen im gesamten Stadtgebiet, vom Hamburger Rathaus bis zum Leuchtturm auf Neuwerk. Der zweite Band behandelt neben der Schulbau-Geschichte beispielhaft 15 Schulbauten, von der 1885 errichteten Realschule in der Seilerstraße bis zu Bauten aus den Nachkriegsjahrzehnten wie dem Christianeum von Arne Jacobsen. Dabei geht es um die bau- und stadtgeschichtliche Bedeutung, die praktische Denkmalpflege, Fragen der Erhaltung und Restaurierung sowie der Vereinbarkeit von historischer Bausubstanz und modernen Nutzungsanforderungen.

Die Arbeitshefte sind als Hardcover beim Verlag Hanseatischer Merkur erschienen und sowohl in einem gemeinsamen Schuber als auch einzeln erhältlich.


Räume für Kunst und Kultur

Fabrik der Künste:
Am Rande Billbrooks ist die Fabrik der Künste gelegen. Unser Billbrookkreis Mitglied Werner hat hier eine alte Fabrik in eine aufwändig ausgebaute Kultur-, Kunst- und Event-Location umgebaut. Der ehrgeizige Kunstliebhaber hat in den letzten Jahren nicht nur eine ganze Reihe interessanter Ausstellungen und Veranstaltungen in seine Kunstfabrik geholt. Die Räume können für die verschiedensten Anlässe gemietet werden.
Aktuelle Veranstaltungen ›››


Die Wasserkünstler

Auf der Elbinsel Kaltehofe dreht sich alles um die Geschichte des Hamburger Trinkwassers. Dieses industriell geprägte Kulturdenkmal hat sich „der billbrooker“ mal näher angesehen.

Weil sich seinerzeit der Hamburger Senat und die Bürgerschaft jahrzehntelang nicht auf den Bau einer Filteranlage einigen konnten, wurde das Hamburger Trinkwasser damals noch ungereinigt der Elbe entnommen. Das konnte nicht ohne gesundheitliche Folgen bleiben: Im Jahr 1892 brach die Choleraepidemie mit verheerenden Ausmaßen aus. Etwa 9.000 Tote waren zu beklagen. Der zur Hilfe gerufene Direktor des Berliner Hygienischen Instituts, Robert Koch, beim Rundgang durch das Hamburger Gängeviertel: „Ich habe noch nie solche ungesunden Wohnungen, Pesthöhlen und Brutstätten für jeden Ansteckungskeim angetroffen wie in den sogenannten Gängevierteln, die man mir gezeigt hat.“ Nach dem Ausbruch der Cholera zweifelte dann niemand mehr an der Notwendigkeit einer Trinkwasseraufbereitung für die Bevölkerung in Hamburg. Bereits ein Jahr später wurde die Wasserfiltrationsanlage auf der Elbinsel Kaltehofe in Betrieb genommen und belieferte Hamburg fast 100 Jahre lang mit sauberem Trinkwasser, dessen Qualität täglich vom Hygienischen Staatsinstitut kontrolliert wurde.
1990 wurde die Anlage stillgelegt, und die Insel blieb viele Jahre sich selbst überlassen. Schließlich wurde ein Nutzungskonzept erarbeitet und umgesetzt. Am 18. September 2011 wurde die Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe nach einjähriger Bauzeit eröffnet. Von den ehemals 22 etwa fußballfeldgroßen Filterbecken sind heute noch 20 zu sehen und prägen maßgeblich das Gesicht von Kaltehofe. Ebenso charakteristisch sind die 40 sogenannten Schieberhäuschen, zwei an jedem Becken. Von hier aus regelten die Arbeiter den Zu- und Ablauf der Wassermengen in den Filterbecken. Diese Schieberhäuschen wurden vom Planer und Gestalter der Speicherstadt, Franz Andreas Meyer, entworfen.

Zur heute europaweit einzigartigen Anlage gehört auch die historische Villa, in der sich die Außenstelle des Hygienischen Instituts befand. Die Elbinsel Kaltehofe, nur wenige Autominuten von der Hamburger Innenstadt entfernt, iist heute Industriedenkmal, Museum und Naturpark zugleich. Hier wird die Wassergeschichte Hamburgs hautnah erlebbar. Neben allen historischen Zusammenhängen klärt das Museum auch über den Begriff der „Wasserkunst“ auf: Systeme zur Wasserversorgung hießen schon in mittelalterlichen Burgen und Schlössern „Wasserkunst“. Für denjenigen, der einen kulturellen Ausflug der besonderen und geschichtsträchtigen Art machen möchte, gibt es kaum ein interessanteres Ziel.
Kulturelle Bereicherungen bieten ebenfalls Führungen, Ausstellungen und Veranstaltungen. Alles Wissenswerte über die Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe ist hier zu erfahren:

Stiftung Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe,
Kaltehofe Hauptdeich 6-7,20539 Hamburg,
Tel.: 040/7888 4999-0,

info(at)wasserkunst-hamburg.de
www.wasserkunst-hamburg.de

Öffnungszeiten:

April bis Oktober:
Dienstags bis Sonntags von 10 bis 18 Uhr,
November bis Ende Februar
Dienstags bis Sonntags von 10 bis 17.00 Uhr


Ferdinand Förschs Klanghaus

Phantastisches Billbrook:
Unfassbar: Wie ist es dem Künstler Ferdinand Försch nur gelungen, von uns allen so lange unbemerkt zu bleiben? Der Cage-Schüler, studierte Musiker und Künstler und hat in seinem Klanghaus ein Universum des Klangs errichtet.. eine Kathedrale der Musik. Seine Werkstoffe findet er auf Billbrooks Schrottplätzen. Von Metallen und Holz lässt er sich inspieren, konstruiert und baut Klangobjekte, deren Töne uns in neue Muskikwelten enführt. Für jedes neue Instrument schreibt der Musiker eine eigene Symphonie. Inzwischen beschäftigt er sich mit Verfahren Musik in mathematische Formeln zu verwandeln und diese Formeln als Skulpturen sichtbar und begreifbar zu machen, wir begegnen der Musik als Computersimmulation, als Lichtsimmulation, als Raumskultur: In FFs Welt ist alles Klang.

 
Nachfolgend finden Sie zwei Links über die Sie das Buch Form & Klang mit einer vollständigen Werkbeschreibung des Künstlers Ferdinand Försch herunterladen und lesen können. Wegen des großen Datenumfangs wurde das Pdf geteilt.  Teil 1 ››› /  Teil 2 ››› /  www.klanghaus-ff.de


Deutsches Maler- und Lackierermuseum

Hinter der schmucken Fassade dieses ehrwürdigen Hamburger Altbaus am Billbrookdeich warten eine große Zahl von Exponaten auf Besucher. Sie berichten von der Geschichte des Maler- und Lackiererhandwerks. Der Maler wurde viele Jahrhunderte gerufen, wenn es darum ging Wohngebäude und öffentlichen Gebäuden zu gestatlten und zu schmücken. Aufwändige Gemälde, Ornamente, Stuckaturen und Verzierungen, handgemalte und handgemachte Tapete, selbstgemischte Farben, komplizierte Perspektiven und reizende kleine Zeichnungen.. In welchem Umfang das Malerhandwerk unsere Kultur mit gestaltet hat und zu welcher Meisterschaft manche fähig waren, darüber informiert Hamburgs Malermuseum, das seine Existenz allein dem großen ehrenamtlichen Engagement der Hamburger Malerinnung verdankt.
 
Deutsches Maler- und Lackierer-Museum
Billwerder Billdeich 72
22113 Hamburg
Telefon:   040 - 733 87 06
E-Mail: mail(at)malermuseum.de
Internet: www.malermuseum.de


So klingt Billbrook-Blues

Die Band aus dem spröden 6 qkm großen Stadtteil Billbrook gehört seit über 5 Jahren zum festen Kern der Hamburger Bluesszene. Aus einer Coverband, die sich eng an den Originalaufnahmen des Chicago Blues und des Delta Blues anlehnte, hat sich im Laufe der Zeit eine Band entwickelt, die den Blues im eigenen Stil präsentiert und interpretiert: "Basic Blues" - meist erdig, stampfend und rau, durchaus auch mal laid back und slow mit Einflüssen aus Jazz, Swing und Soul (Originalzitat William Hathaway: "The guys have got soul, the real down-and-dirty sound"). Die nach eigener Auskunf "verwahrlosten, verwirrten und flüchtigen" Bandmitglieder sind: Frontmann Christoph Rommel (voc), ein Urgestein der Hamburger Musikszene; Top-Gitarrist Jörn Mahnke aus der Blues-Hochburg des Nordens Harsefeld, der Bergedorfer Bluesharper Karsten Schoon, der Szene-Keyboarder Kai Beyer sowie Walter Dehning an Kontra- und Elektrobass und Rolf Haberlandt an den Drums.
Billbrook-Blues auf youtube... ›››


kit - die Galerie im Turm

 
Die Galerie kit ist seit 1998 in Hamburg Rothenburgsort am Start und bleibt auch 2011 ihrem Motto treu: mit jeder Ausstellung möchte sie etwas Besonderes präsentieren.  Schon der Ort der Gallerie ist außergewöhnlich: Ausgerechnet der Turm der Umweltbehörde in Billbrook (Billstrasse 84) ist die Kulisse für die meisten kit-performances. Aktuelle Ausstellungen und Events finden Sie unter www.galerie-kit.de
 

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